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Zweite Auflage im neuen Gewand

Jan Hülsemanns fundierter Ratgeber zur Erhaltung und Sanierung historischer Bausubstanz war und ist unzähligen Bauherren ein unverzichtbarer, praxisnaher Vermittler traditioneller Handwerkstechniken – nicht nur am sächsischen Bauernhaus, sondern überall, wo es um den Erhalt ländlicher Baukultur geht. Deshalb haben wir uns bei der nun vorliegenden 2. Auflage entschlossen, beim Titel des Buches den Fokus auf die praktischen Arbeitsanleitungen zu richten – und so wurde aus dem bisherigen Untertitel der Buchtitel der Neuauflage: „Was wie machen an alten Häusern“.

Der neue Holznagel ist da

Wir trauern um Sonja Peltzer-Montfort

Unsere Schriftführerin, Vereinskollegin und Freundin Sonja Peltzer-Montfort ist am 18. September 2021 vollkommen unerwartet verstorben. In memoriam Sonja Peltzer-Montfort...


Wir suchen eine Schriftführerin / einen Schriftführer!

Seit 2021 ist das Amt der Schriftführerin bzw. des Schriftführers in unserem Kernvorstand unbesetzt. Die Wahl einer neuen Schriftführerin bzw. eines Schriftführers soll nun durch die Mitgliederversammlung im September 2022 erfolgen. Gesucht wird ein engagiertes IgB-Mitglied, dem es liegt, die Ergebnisprotokolle der regelmäßigen Telefonkonferenzen und der Sitzungen des Vorstands zu verfassen. Neugierig auf diese Herausforderung? Detailfragen lassen sich im persönlichen Gespräch mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Ulrike Bach, Tel. 09381 803 628, klären. Nur Mut, wir freuen uns auf Eure Mitarbeit!


Aktionen zum 50-jährigen IgB-Jubiläum 2023

Das gesamte Jahr soll im Zeichen unseres Vereins-Jubiläums stehen. Die offizielle Feier wird vom 28.4.-1.5.2023 bei Syke stattfinden.

Für unsere neue Homepage, die noch vor dem Jubiläum online gehen wird, planen wir die Rubrik: „50 Jahre IgB – 50 gerettete Häuser“, mindestens 50! Wir hoffen, dass mit dieser Aktion eine umfangreiche Sammlung an gelungenen und motivierenden Instandsetzungsprojekten, die die ganze Vielfalt der IgB abbildet, entsteht und freuen uns über Eure rege Beteiligung! Neben aussagekräftigen vorher–nachher Fotos benötigen wir einen kurzen Text. Wer mitmachen will, findet hier die Infos zur Aktion...

Übers Jahr sollen außerdem viele kleine Veranstaltungen in allen Regionen unser Vereinsleben nach der langen Corona-Pause wieder in Schwung bringen, organisiert von Mitgliedern für Mitglieder und Außenstehende - nach dem Motto: „50 Jahre – 50 Veranstaltungen“. Bitte überlegt Euch jetzt schon, wie Ihr Euch einbringen könnt. mehr Infos dazu gibt es hier...


Den Baudenkmalen in NRW stehen dunkle Zeiten bevor

Trotz massiver Proteste von verschiedenen Seiten wurde am 6. April 2022 kurz vor der Landtagswahl mit der Ein-Stimmen-Mehrheit von CDU und FDP das neue Denkmalschutzgesetz für NRW verabschiedet. Das Denkmalschutz-Bündnis NRW, in dem auch die IgB aktiv ist, erhebt seit rund eineinhalb Jahren unermüdlich seine Stimme gegen das Gesetzesvorhaben – bis zur letzten Minute. Noch am Tag der Abstimmung waren Akteure des Denkmalschutz-Bündnisses mit anderen Denkmalfreunden bei einer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten Demonstration gegen das neue Gesetz vor dem Landtag in Düsseldorf dabei. Die zuständige Ministerin Ina Scharrenbach ignorierte alle berechtigte Kritik von fachlicher Seite, die mehrfachen Gesprächsangebote des Denkmalschutz-Bündnisses sowie eine online-Petition, die über 24.000 Menschen gegen das Gesetzesvorhaben gezeichnet hatten. Das neue Denkmalschutzgesetz hebelt im Ergebnis den Denkmalschutz aus. Nordrhein-Westfalens Denkmalen stehen dunkle Zeiten bevor. Die IgB wird sich im Denkmalschutz-Bündnis weiter dafür einsetzen, dass das jetzt beschlossene Gesetz nachgebessert wird!

Seine Forderungen hat das Denkmalschutz-Bündnis NRW in der Düsseldorfer Erklärung formuliert, die zwei Tage vor der Abstimmung veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit 12 anderen Denkmalschutz-Initiativen haben wir versucht, mit diesem letzten Aufruf die Baudenkmale in NRW vor Schaden zu bewahren. Dem Sinn einer Verbesserung der aktuellen Gesetzeslage wird das neue Gesetz überhaupt nicht gerecht, vielmehr geraten fachfremde Einzelinteressen in den Vordergrund. Hier gehts zur Düsseldorfer Erklärung...

Hier gehts zur Stellungnahme der IgB an den NRW-Bauauschuss...

Foto: Roland Rossner, DSD


Frühjahrstreffen im Vogelsberg

Rund 120 IgB-Mitglieder kamen vom 22. bis 24. April zum Frühjahrstreffen in den hessischen Vogelsberg. Fünf Exkursionen standen auf dem Programm, bei denen wir sehen konnten, dass der Vogelsberg mit seinen Einhäusern einen beachtenswerten baukulturellen Schatz besitzt. Etwa 6.000 Einhäuser haben sich bis heute in ihrer Grundsubstanz erhalten. Sie prägen die historischen Ortskerne der Region. Höhepunkt unserer dreitägigen Veranstaltung war am Sonntag der Festakt für das Einhaus als Bauernhaus des Jahres 2022 mit der hessischen Landeskonservatorin Dr. Verena Jakobi und Prof. em. Dr. Karl-August Helfenbein als Festrednern. mehr in einem Beitrag der Oberhessischen Zeitung...

Foto: Karsten Stange


Die Gewinner des Julius-H.-W.-Kraft-Preises stehen fest!

Im letzten Jahr hat die IgB ihren Julius-H.-W.-Kraft-Preis mit dem Motto „Groß und Klein im alten Heim“ ausgeschrieben. Unser Preis lebt von guten Beispielen, die bei der Jurysitzung im Februar auch gefunden wurden. Unter den sechs Bewerbern hat die Jury zwei Preise vergeben. Über den ersten Preis freuen sich Felizitas und Klaus Sator, die mit ihren Kindern und den Eltern von Felizitas Sator auf beeindruckende Weise ihren Reschhof, einen Schwarzwaldhof von 1774, in Gutach im Breisgau instandsetzen. Den zweiten Preis bekommt die Initiative für Ökologie und Lebenskultur e.V. für die Kooperative Schloss Gersdorf im sächsischen Striegistal für die Wiederbelebung des Lehnguts Gersdorf. mehr...


Das Vogelsberger Einhaus ist Bauernhaus des Jahres 2022

2022 ernennt die IgB das Vogelsberger Einhaus zum Bauernhaus des Jahres und blickt damit auf die baulichen Merkmale, die gerade im Vogelsberg für das Einhaus charakteristisch sind – dort, wo der Haustyp mit seinen geologischen Bedingungen fest verwurzelt ist. mehr...


Pro Altstadt Dinkelsbühl legt Entwicklungskonzept für Grundstück an der Feuchtwanger Straße vor

Die Stadt Dinkelsbühl sucht für das Grundstück an der Feuchtwanger Straße 3 eine neue, der Stadt dientliche Nutzung. Pro Altstadt hat in Kooperation mit Mahl Gebhard Konzepte und der Architektin Annette Goderbauer ein Nutzungskonzept für das Grundstück und die Gebäude bei der Stadtverwaltung eingereicht: Ein Zentrum für Baukultur und Handwerk in Dinkelsbühl soll entstehen. Die IgB unterstützt diese Initiative. Hier gehts zum Konzept...


IgB-Jahresbericht 2020

Rund 120 IgB-Mitglieder kamen vom 22.-24.10.2021 zum IgB-Herbsttreffen in die Oberlausitz. Bei der Mitgliederversammlung stellten Vorstand und Geschäftsführung auch den Jahresbericht 2020 vor - mit einer Zusammenfassung der Aktivitäten dieses Jahres. Über die Ergebnisse der Mitgliederversammlung berichten wir im Dezember-Holznagel. Der Jahresbericht kann hier heruntergeladen werden... Das Protokoll der Mitgliederversammlung kann hier heruntergeladen werden...


Radio-Reportage zur IgB-Hilfsaktion nach der Flutkatastrophe

Die verheerenden Zerstörungen der Flutkatastrophe vom 14. Juli betreffen in den Eifelregionen zu einem großen Teil die historisch gewachsenen Ortskerne. Damit nach der Flut nicht noch mehr Verlust von alter Bausubstanz durch unnötigen Abriss und unsachgemäße Instandsetzung droht, leisten IgB-Mitglieder gezielt und beratend solidarische Hilfe zur Selbsthilfe. Die WDR Reporterin Monika Mengel hat IgB-Mitglieder bei einem Einsatz begleitet. hier geht es zur Radioreportage...



Unser Positionspapier: Bestandserhaltung ist Klimaschutz

Die IgB steht seit ihrer Gründung für die Nutzung und Umnutzung ländlicher Architektur, ein ressourcenschonendes Bauen und das Bewahren mit natürlichen Materialien, auch durch die Anwendung tradierter Handwerkstechniken. Wir sind Pioniere, was diesen Umgang mit Altbauten angeht. Für uns ist diese Art der Bestandserhaltung ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Mit unseren fast 50 Jahren Erfahrung wollen wir jetzt an der breiten Diskussion zum Thema Klimaschutz beitragen. mehr...


Geplante EU-Renovierungswelle bedroht die historische Baukultur

Dämmen mit natürlichen und wiederverwendeten Materialien

Unter dem Titel „Eine Renovierungswelle für Europa – umweltfreundlichere Gebäude, mehr Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen“ hat die Europäische Kommission im Oktober 2020 ihre Strategie veröfentlicht, mit der sie bis 2030 die Energieeffizienz von europaweit bis zu 35 Millionen Gebäudeeinheiten wesentlich verbessern will. Die IgB begrüßt es sehr, dass die Bestandserhaltung in dem Papier erstmals so deutlich als entscheidend für den Klimaschutz formuliert wird. Wir finden es allerdings besorgniserregend, dass ein ausdrücklicher Schutz des baukulturellen Erbes nicht thematisiert ist. mehr...


Der Haubarg: Bauernhaus des Jahres 2021

In diesem Jahr ernennt die IgB den Haubarg zum Bauernhaus des Jahres. Haubarge werden oft als größte Bauernhäuser der Welt bezeichnet und trotzdem muss man sie suchen: Heute sind sie hinter dicht gewachsenen Bäumen versteckt. Auf Warften gebaut und von Graften umgeben, stehen sie nicht direkt an den Straßen - sie wirken zwischen weidenden Kühen und Schafen wie in die Landschaft gestreut. Auf der rund 30 mal 15 Kilometer großen Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein sind die Haubarge heute deutschlandweit einzigartig. Sie vereinen Stall, Scheune und Wohnbereich unter einem Dach, wobei der überwiegende Teil des Gebäudes den Tieren und der Ernte vorbehalten war.

Von ehemals 400 Haubargen existieren inzwischen nur noch ca. 70 dieser gigantischen Bauten auf Eiderstedt, deren mit Reet gedeckte Dächer eine Gesamtfläche von bis zu 1.400 Quadratmetern erreichen können. mehr...



Transparenz ist uns wichtig!

Die Interessengemeinschaft Bauernhaus hat sich im Januar 2020 der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) angeschlossen. Wir verpflichten uns damit offenzulegen, welche Ziele wir verfolgen, woher unsere Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer darüber entscheidet. Außerdem garantieren wir, diese Informationen aktuell zu halten. Die Einhaltung und Umsetzung der Transparenzvorgaben wird von der ITZ regelmäßig geprüft. Bisher haben sich über 1.200 Organisationen dieser Initiative angeschlossen. mehr...


Unsere Zeilitzheimer Erklärung

Mit der Zeilitzheimer Erklärung wollen wir auf allen politischen Ebenen mehr Schutz für die historischen Gebäude im ländlichen Raum und in den Kleinstädten einfordern. Mit einem Vorwort und 10 Punkten hat die IgB ihre Forderungen deutlich modernisiert.

ältere Einträge

10% Grundsteuerermäßigung für Denkmaleigentümer

Der Bundesrat hat am 8. November das Grundsteuerreformgesetz beschlossen. Darin enthalten ist erstmals eine Ermäßigung von 10% für private Denkmaleigentümer. Anlässlich der Grundsteuerreform hatten sich sechs bundesweit aktive Denkmalorganisationen – unter ihnen die IgB – zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Ziel war es, eine Schlechterstellung historischer Bauten gegenüber der bisherigen Gesetzeslage des Grundsteuer- und Bewertungsrechts zu verhindern. Unangetastet bleibt im neuen Gesetz übrigens die Möglichkeit, für unwirtschaftliche Baudenkmäler eine Befreiung von der Grundsteuer zu beantragen.

Das Denkmalbündnis dankt allen Bundestagsabgeordneten und dem Bundesrat für die gute Lösung. Sie ist ein Zeichen der Wertschätzung von über 500.000 privaten Denkmaleigentümern in Deutschland, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, ihre Denkmale zu bewahren und dafür beträchtliche Mittel zu investieren, die zum Teil weit über das normale Maß zur Erhaltung eines Hauses hinausgehen. Mit ihrer Leidenschaft und ihrem Einsatz leisten sie - im Interesse aller - einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung des vielfältigen gebauten Kulturerbes in unserem Land.

Zum Denkmalbündnis gehören neben der Interessengemeinschaft Bauernhaus, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Verein Schlösser und Gärten in Deutschland, der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, die Deutsche Burgenvereinigung und der Bundesverband der Familienbetriebe Land und Forst.

Die IgB wird sich weiter in der Politik und in der Öffentlichkeit für die angemessene Behandlung historischer Bauten einsetzen!

Mehr zum Thema bringen wir im Dezember-Holznagel


"Wir lieben alte Häuser"

Unser Slogan - Wir lieben alte Häuser! - bringt es auf den Punkt: Alte Häuser, ihr Erhalt, ihre fachgerechte Restaurierung und ihre zeitgemäße Weiternutzung liegen uns am Herzen. Deswegen engagieren wir uns seit Anfang der 1970er Jahre in ganz unterschiedlichen Bereichen. Wir bieten Fachwissen, sind ein bundesweites Netzwerk, geben Hilfestellung in Theorie und Praxis und verfügen über den mitunter notwendigen Humor, um den vielen Unwägbarkeiten im Umgang mit alten Häusern zu begegnen. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, auf diesen Seiten zu surfen und in die Tiefen, Reize, Kümmernisse und Geheimnisse rund um alte Bausubstanz einzutauchen.