05.05.2018

Der Anfang ist gemacht – Rettung eines rund 270 Jahre alten Pfarrhauses

Die Kirchgemeinde von Rambin hatte sich entschlossen, nach einem langwierigen und schwierigen Findungsprozess auf dem Pfarrgrundstück zwei Neubauten mit gemeinnütziger Zweckbindung zu errichten.

Hierfür wurde das Einvernehmen zum Abriss des Pfarrhauses von der Oberen Denkmalbehörde in Schwerin erteilt. Die Entscheidung rief Freunde des etwa 1750 errichteten rohrgedeckten ehemaligen Pfarrgutshauses auf den Plan. Das Objekt ist zudem Teil eines Ensembles aus Kirche, Pfarrwitwenhaus sowie Küsterhaus. Die Initiativgruppe besteht aus rund 20 Personen, einschließlich sympathisierenden Mitstreitern und ist bunt zusammensetzt. Viele Ortsansässige, auch politisch, kirchlich und kulturell tätige Ehrenamtler, ein ehemaliger Pfarrer, Pfarrerskinder, die im Haus gewohnt haben und, und ... - machen mit.

Nachdem der Kirchgemeinderat eingelenkt hat, soll nun der Initiativgruppe die Verantwortung für die Sanierung und spätere Betreibung übertragen werden. Diese hat auch sofort mit den Vorbereitungen begonnen. Um der zukünftigen Arbeit einen rechtlichen Rahmen zu geben, plant man dem örtlichen Heimatverein beizutreten, der in direkter Nachbarschaft ein Museum betreibt. Die IgB e.V. -Mitglieder unter den Mitstreitern kamen auf die Idee, unsere Auftakt-Exkursion im südlichen Rügen genau dort, in Rambin, beginnen zu lassen. Es gab eine sehr große Beteiligung mit 70 Personen. Selbst der Denkmalschützer, der den Abriss zu beurteilen hatte, war da und bekundete seine Freude darüber, dass das Haus nun doch eine Zukunft habe. Es ist geplant im nächsten
Holznagel über die Exkursion zu berichten.

Wolfgang Rühs


Vortrag am Giebel des Rambiner Pfarrhauses