20.05.2017

Baustellentreffen im Forsthaus Wachstedt

Eine Veranstaltung der AS Eichsfeld-Hainich-Werratal

Wie immer war es sehr interessant, sich über die ausgeführten und die noch anstehenden Arbeiten auf der Baustelle auszutauschen!

Zur Einstimmung in die vorhandene bauliche Situation gab uns der Schwiegervater Herr Fritze, als letzter vor Ort wirkender Förster, einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Kurmainzischen Oberförsterei, seiner Bediensteten und Bewohner. Sogar einen Aufstand gegen die Forstbehörde hat es gegeben, so dass die preußische Regierung es nicht mehr für würdig empfand, dass Wachstedt Sitz einer Oberförsterei sein dürfte. In Sichtweite, oberhalb der Ortschaft, wurde kurzerhand ein neues Forsthaus gebaut. Sei es drum, Forsthäuser wurden zu allen Zeiten mit dem besten Holz und Baumaterial aus der Region erbaut. Sämtliche Balken des 1742 errichteten Gebäudes sind aus Eichenholz.

Trotzdem sollte das Gebäude nun nach 20 Jahren Leerstand abgerissen werden - ein Käufer war viele Jahre nicht in Sicht. Obwohl Familie Goedecke erst kürzlich das „neue“ Forsthaus von 1835 grundsaniert hat, haben sie sich entschlossen, auch das alte Forsthaus zu erwerben und als Büro und Miet- oder Ferien-Wohnung auszubauen. Die Rahmenbedingungen sind derzeit günstig: Wachstedt ist im Dorferneuerungsprogramm und fördert Dach, Fassade, Fenster …, so dass aus diesen Erwägungen erst einmal außen saniert wurde. Auch die Denkmalbehörde leistete finanzielle Unterstützung.

Sehr erfreulich ist auch, dass das Gebäude noch in einem sehr ursprünglichen Zustand erhalten blieb und zum Beispiel noch originale Türen und Fensterläden existieren.

Gefunden wurde auch eine sehr detaillierte Baubeschreibung aus dem 18 JH – sie dient heute als Vorlage für die Rekonstruktion.