Gemeinsam gerettet

Die Interessengemeinschaft Bauernhaus ruft Vereine, Initiativen und andere Gruppen, die als Gemeinschaft ein Zeugnis der ländlichen Architektur gerettet haben, dazu auf, sich für den Julius-H.-W.-Kraft-Preis zu bewerben.

Das baukulturelle Erbe auf dem Land und in Kleinstädten ist ein wertvolles Geschenk, das uns unsere Vorfahren überlassen haben. Über die Zeiten gewachsen, prägt der historische Baubestand heute ganz entscheidend den Charakter von Ortschaften und Regionen. Unser Umgang mit den Architekturzeugnissen der Vergangenheit ist maßgeblich dafür, was wir zukünftigen Generationen übergeben werden. In diesem Sinne richtet sich das Motto des 2019 ausgelobten Julius-H.-W.-Kraft-Preises „Gemeinsam gerettet“ an Gruppen, die aus Leidenschaft für die ländliche Baukultur eine gesellschaftliche Verantwortung für dieses Erbe übernommen und es für die Zukunft bewahrt haben. Mit dem Motto will die IgB außerdem das konstruktive Miteinander würdigen: Werden mit vereinten Kräften doch Herausforderungen angenommen und bewältigt, die eine einzelne Person nicht bewerkstelligen könnte. Darüber hinaus geht es der IgB auch um die im Zusammenschluss Vieler wirkenden Multiplikatoren, wenn theoretisches und praktisches Wissen untereinander vermittelt und ausgetauscht wird und auf diese Weise lebendig bleibt.

Bewerben können sich für den Julius-H.-W.-Kraft-Preis alle, die gemeinschaftlich ein Gebäude oder ein ganzes Ensemble gerettet haben, das für seinen Standort von kulturhistorischem Wert ist. Wenn Sie in der Gemeinschaft ein Bauwerk vor dem Abriss bewahrten oder, wenn Sie sich einem baufälligen beziehungsweise einem geschädigten Gebäude annahmen und es instandsetzten. In der Bewerbung sollte dargelegt werden, was den Bau bedeutend macht und, was dazu geführt hat, dass man sich für seine Rettung zusammenschloss. Wie die Gruppe den Sicherungs- bzw. Instandsetzungsprozess organisierte und bewältigte sowie die heutige Nutzung des Gebäudes sollten ebenfalls beschrieben werden.

Der Julius H.-W.-Kraft-Preis wurde 1992 anlässlich des 75. Geburtstages von Julius H. W. Kraft, des Initiators der IgB, erstmals vergeben. Die Auszeichnung würdigt besondere Leistungen bei der Erhaltung historischer Bausubstanz auf dem Land.

Zum Wettbewerb zugelassen sind Projekte, deren Abschluss nicht vor dem 01.01.2014 liegt. Ein Preisgeld von 3.000 Euro wird ausgelobt. Die Jury behält sich vor, das Preisgeld zu teilen. Für Vereine, Initiativen und Gruppen, deren Mitglieder unter 25 Jahre alt sind, lobt die IgB einen von der Firma Tummescheit gestifteten Sonderpreis aus.

Bitte reichen Sie Ihren Beitrag als pdf-Dokument ein, per E-Mail oder auf CD bei:

Dr. Julia Ricker
Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V.
moltke:höfe
Moltkestraße 123–131
50674 Köln
julia.ricker@igbauernhaus.de

Wettbewerbsbedingungen für den Julius-H.-W.-Kraft Preis der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. (IgB)

1.1    Zielsetzung des Preises ist die Förderung und Würdigung besonderer Leistungen und Beiträge auf dem Gebiet der Erhaltung historischer Bausubstanz auf dem Lande, gemäß dem jeweiligen Motto des Wettbewerbs.
1.2    Zur Anerkennung von Personen und Personengruppen, die sich um die dem Motto des Wettbewerbs entsprechende Sache verdient gemacht haben, setzt die IgB  einen mit 3000 Euro dotierten Preis aus.  Das Preisgeld ist teilbar.
2.1    Die Ausschreibung des Preises beginnt mit der Auslobung am 1. Februar  2019
2.2    Das Motto für den Wettbewerb 2019 lautet: „Gemeinsam gerettet“.
2.3    Die Wettbewerbsbeiträge  müssen bis zum 15. Oktober 2019 bei der Geschäftsführerin der IgB, Dr. Julia Ricker, Interessengemeinschaft Bauernhaus e. V., moltke:höfe, Moltkestraße 123–131, 50674 Köln, eingegangen sein.
2.4    Vorschlagsberechtigt ist jedermann, auch Eigenbewerbungen sind erwünscht. Es muss die schriftliche Erlaubnis des Gebäudebesitzers vorliegen.
2.5    Einzureichen sind aussagekräftige Unterlagen als pdf-Datei.
Sie sollten Angaben zur Person oder Personengruppe enthalten und außerdem eine Beschreibung des Projektes (Nutzungskonzept) sowie Pläne, Grundrisse, und Fotos (keine Originale) umfassen.
3.1    Der Preis wird im Zwei-Jahres- Rhythmus vergeben, vorausgesetzt es liegen   genügend qualifizierte Bewerbungen vor.
3.2    Der Wettbewerb wird bei jeder neuerlichen Auslobung unter einem anderen Motto stehen.
3.3    Ein Rechtsanspruch auf  Zuerkennung eines Preises besteht nicht.

4.1    Über die Preisvergabe entscheidet eine von der IgB zu berufende Jury. Sie besteht aus mindestens fünf Personen.
4.2    Der/die 1. Vorsitzende der IgB oder dessen Stellvertreter/in gehören der Jury kraft Amtes an und leitet die Sitzung(en) der Jury.
4.3    Der/die Preisträger stimmt durch seine Teilnahme am Wettbewerb zu, dass die IgB sein/ihr Objekt in ihren Medien, insbesondere dem Holznagel, der IgB-Website und diversen sozialen Medien vorstellt.

4.4    Die Teilnehmer werden gebeten, sämtliche eingereichte Unterlagen auf eventuelle Nachdrucksrechte oder andere Beschränkungen hinsichtlich der Wiedergabe in verschiedenen Medien zu überprüfen. Sofern nicht anders ausgewiesen, gehen wir davon aus, dass sämtliche eingereichte Unterlagen frei von Rechten Dritter sind.

4.5    Die öffentliche Preisverleihung findet 2020 statt.

Gemeinsames Arbeiten am historischen Türblatt eines Spreewaldhauses © Interessengemeinschaft Bauernhaus AS Spreewald
Mitglieder des Fördervereins Historische Region Lindstedt e.V. bei der Restaurierung einer Scheune © Archiv Interessengemeinschaft Bauernhaus
Glückliche Preisträger: 2018 erhielten Sylvia und Michel Hanisch den Julius-H.-W.-Kraft-Preis © Interessengemeinschaft Bauernhaus
Sie teilen sich den Preis mit Annekatrin Reißauer und Sven Rathjen, die die Jury gleichermaßen überzeugten. © Bernd Kunze, Interessengemeinschaft Bauernhaus