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Kontaktstelle Neustadt/Weinstraße

Mein Name ist Peter Eidel, geboren am 13. Oktober 1955 in Neustadt an der Weinstraße, der einzigen pfälzischen Stadt, die von den Zerstörungen sämtlicher anderer Reichs- und kurpfälzischen Städte wie Speyer, Heidelberg oder Landau im pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) durch die Franzosen verschont geblieben ist. Aufgewachsen in der daher noch teilweise mittelalterlichen Altstadt, haben mich schon als Kind die alten Mauern, aber besonders auch das Fachwerk fasziniert, an dem man die Bauweise der Häuser so gut ablesen konnte.

Obwohl gelernter Radio- und Fernsehtechniker, zog es mich immer wieder zu „alten Sachen“: Ich arbeitete einige Jahre in einem Antiquitätengeschäft, bevor ein Freund und ich  uns 1985 mit einem Geschäft für Naturbaustoffe und Antiquitäten selbstständig machten. Seit 1990 führe ich den Antiquitätenhandel alleine.

1991 kauften mein Bruder Thomas und ich gegen jeden Rat und trotz aller Warnungen das Haus Metzgergasse 3, und ein Jahr später noch den Rest der mittelalterlichen Grundstücksparzelle mit einem im 16. Jh. in den ehemaligen Garten gebauten Ackerbürgerhaus, Metzgergasse 1. Dieses haben wir dann erstmal soweit renoviert, um darin wohnen zu können. Seit dem sind wir aber auch im „Vorderhaus“ ununterbrochen am Flicken, Sanieren, Restaurieren und Forschen!

Das Gebäude enthält vier nachweisbare Bauphasen, wobei das massive steinerne Sockelgeschoß aus dem 12.oder frühen 13. Jh. stammt. Ein weiterer Bauteil ist dann der darüber errichtete Fachwerkbau in Ständerbauweise mit zwei jeweils gassenseitig vorkragenden Vollgeschossen und einem zweigeschossigen Satteldach. 1997 dann eine erste dendrochronologische Untersuchung dieses Bauteils: Einschlagdatum 1380-84! Dieser Bauteil ist noch zu etwa 60% erhalten.

Ins 16. Jh. (1530 (d)) fällt ein Umbau, bei dem die Nord- und möglicherweise auch die Ostfassade neu gestaltet wurden. Ein um 1604 errichteter Anbau verbreiterte das Gebäude zur Straße hin und gab ihm sein heutiges Aussehen.

Nach der Rückbau-, Forschungs- und Freilegungsphase, parallel dazu die wiederaufbauende Reparatur-Zimmerei, konnte bei dem Bau nun 2007 dank der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ mit einem kräftigen Fördervertrag die Außenhülle geschlossen werden.

Nun geht es im Inneren weiter, denn noch ist das Haus nicht bewohnbar! Derzeit dient es eher der Aufbewahrung einiger Bauteile, die ich sorgsam bergen konnte, wie handgestrichene Ziegel, Reste von Wandmalereien, mittelalterlichen (!) Türblätter etc.

2006 lernte ich Manfred Völker vom Museumsdorf Hösseringen kennen, als er unser Haus besichtigte. Durch ihn kam ich zur IgB. Durch Familie Greber ermuntert, möchte ich als Kontaktstelle nicht nur meine Erfahrungen weitergeben und anderen selbstverständlich mit Rat und Tat helfen, sondern es ist für mich auch eine Freude, Neues von anderen zu erfahren!

Peter Eidel, KS Neustadt/Weinstraße, November 2008

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Lilienthalstr. 59
67435 Neustadt/Weinstraße-Speyerdorf

Telefon: 06321-83074