Kontaktstelle Stralsund

Liebe IgB-Mitglieder und Holznagelleser,
hiermit möchte ich mich, Dr. Christoph Langner, bei Ihnen als Kontaktstelle „Stralsund“ vorstellen.

Dazu vielleicht zunächst einige biografische Daten:

  • Geboren am 5.5.1963 in Laage (Mecklenburg)
  • ab 1969 Polytechnische Oberschule, anschließend Berufsschule mit Abiturabschluss und Facharbeiter für Rinderzucht
  • Grundwehrdienst
  • 1984- 1989 Studium der Veterinärmedizin an der Humboldt Universität zu Berlin, Abschluss als Diplomveterinärmediziner
  • 1989- 1991 Pflichtassistenz und Tätigkeit als Praktizierender Tierarzt
  • 1991- 1996 stellvertretender Direktor und Zootierarzt im Zoo Stralsund
  • ab 1996 Direktor im Zoo Stralsund
  • 2008 Promotion an der Freien Universität zu Berlin zum Doktor der Veterinärmedizin mit dem Thema „Die Geschichte der Tierzucht unter besonderer Berücksichtigung der Rinder- und Schweinezucht von ihren Anfängen bis 1990“

Als persönliche Angaben wären zu ergänzen, dass ich seit 1990 mit Britta Langner, geb. Stark, verheiratet bin, und zur Familie der Sohn Kilian (21) und die Tochter Ida Luise (19) gehören.

Neben meinem ausgeprägten Interesse für Natur, Pflanzen und Tiere konnte  ich mich schon von Jugend an für geschichtliche Zusammenhänge, Ereignisse und für historische Gebäude begeistern. Da dieses Interesse von meiner Frau geteilt wird, war es eine gute Fügung, dass wir 1992 ein 200 Jahre altes Ackerbürgerhaus in Stralsund erwerben und zum Wohnsitz unserer Familie ausbauen konnten. Inzwischen hat sich zu diesem Haus noch ein 300 Jahre altes Pfarrhaus, unweit von Stralsund, gesellt, für welches wir uns vor allem das Ziel gestellt haben, es im Bestand zu sichern und vor überhasteter Sanierung zu bewahren. Die Arbeiten an diesen Häusern erfolgten überwiegend in Eigenleistung. Über die Erfahrungen bei der Sanierung des Ackerbürgerhauses habe ich im „Holznagel“ bereits berichtet. Ein besonderes Interesse gilt derzeit den Wirtschaftsgebäuden der großen Güter in Mecklenburg- Vorpommern. Auch hierüber gibt es Berichte im Holznagel. Weitere „Hobbyforschungsgebiete“ sind die ländlichen Pfarrhäuser des 18. Und 19. Jahrhunderts und ein kleines aber kunsthistorisch interessantes  Detail an den Fensterläden historischer Gebäude: die „Lichtlöcher“.

Als persönlicher Glücksfall kann die Möglichkeit der Kombination dieser Interessen mit den beruflichen Tätigkeiten gewertet werden. Der Zoo Stralsund zählt zwar auch eine Reihe typischer Zootiere wie Löwen, Bären, Wölfe, Schimpansen oder exotische Vögel zu seinem Bestand, hat daneben aber auch eine gezielte Ausrichtung auf die Pflege und Zucht seltener, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen. Den Besuchern soll vermittelt werden, dass es sich bei diesen Tieren um „lebendiges Kulturgut“ handelt. Um diesen Eindruck zu verstärken, wurden in den letzten Jahren eine Reihe historischer Gebäude (ein Ackerbürgerhaus, eine Göpelscheune, ein Bienenschauer und eine Galerieholländerwindmühle) in den Zoo transloziert. Gemeinsam mit den Haustieren, ländlichen Exponaten und einer gärtnerischen Gestaltung legen diese Gebäude heute Zeugnis über die Regionalgeschichte ab.

Wann meine Frau und ich Mitglied in der IgB geworden sind, wissen wir nicht mehr genau. Jedenfalls haben wir diese Mitgliedschaft, den „Holznagel“ und die Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen konnten, stets als Bereicherung empfunden.  Da es im Bekanntenkreis viele Gleichgesinnte gibt und häufig auch der Austausch über die Erfahrungen beim Umgang mit historischen Gebäuden auf der Tagesordnung steht, könnte ich mir vorstellen als Ansprechpartner für die Region eine IgB- Kontaktstelle in Stralsund zu eröffnen.

Dr. Christoph Langner, April 2012