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Kontaktstelle Berlin -Prenzlauerberg-

Vorstellung der Kontaktstelle Berlin – Prenzlauer Berg

Nachdem mein Mann und ich 1998 vom Ruhrgebiet nach Berlin gezogen waren, brauchte es einige Jahre, doch dann war der Entschluss klar: Als Gegenstück und Ausgleich zu unserem Leben in der Großstadt kauften wir 2002 ein altes Bauernhaus mitten in den Feldern im Berliner Umland, was wir seitdem als Wochenend- und Ferienhaus nutzen und nach und nach restaurieren.

Dabei ist das Haus gar nicht wirklich alt, sondern ein so genanntes Neubauernhaus (als Wohn-Stall-Haus) von 1948, das wie so viele andere nach dem Krieg im Stil der 30er Jahre gebaut wurde, um Wohnraum für Vertriebene zu schaffen. Wir haben uns bemüht, ihm sein ursprüngliches Gesicht zu erhalten bzw. wieder zu geben und es mit seinem Garten harmonisch in die offene Feldlandschaft einzufügen.

In Berlin leben wir in einer Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Dort sehe ich oft mit Bedauern, daß, wenn Nachbarhäuser total saniert werden, sämtliche alten Kastendoppelfenster herausgerissen und durch moderne Fenster mit ihren plumpen Profilen ersetzt werden.

Auf die IG Bauernhaus bin ich vor einigen Jahren durch Zufall durch den Holznagel aufmerksam geworden, der in einem in der Lausitz für ein Wochenende angemieteten Umgebindehaus auslag und fand es sehr bedauerlich, dass ich von der IgB die Jahre zuvor nie etwas gehört hatte. Als Kontaktstelle möchte ich einen Beitrag dazu leisten, das Anliegen der IgB in der Region Berlin / Brandenburg bekannter zu machen, den Kontakt zwischen den verschiedenen Akteure, interessierten Laien und der Presse herzustellen bzw. zu intensivieren und eine Plattform für gemeinsame Unternehmungen zu schaffen. Ein mit den Aktivitäten der IgB in Niedersachsen vergleichbares Angebot gibt es bislang in der Region rund um Berlin nur punktuell. Deshalb möchte ich dazu beitragen, den Kontakt zwischen den Akteuren zu verstetigen und vor allem den Gedanken des Bewahrens gewachsener Kulturlandschaft und der sie prägenden historischen Bauten breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

Im November 2008         Dr. Frauke Streubel, Berlin und Brandenburg

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